Wie in der Tabelle oben zu sehen ist, besteht ein Display aus mehreren Millionen Pixeln. Leider kann nicht
garantiert werden, dass ein Display, dass aus mehreren Millionen Pixeln besteht, alle Pixel fehlerfrei arbeiten. Für
jeden Bildpunkt werden 3 Subpixel benötigt, von denen einer Rot, einer Grün und einer Blau aus der weißen Hintergrundbeleuchtung
herausfiltert. Damit hat ein Monitor eigentlich immer dreimal mehr Pixel anzusteuern, als das dargestellte Bild an Pixeln
ausweist.
Um nicht jedes Display aus diesem Grund als Defekt deklarieren zu müssen, hat man Pixelfehlerklassen definiert, unter denen möglicherweise
fehlerhafte Displays verkauft werden. Dabei spielt auch eine Rolle, in welcher Form der Pixel ausgefallen ist.
Hierbei wird unterschieden zwischen Pixeln, die ständig leuchten, ständig schwarz bleiben oder eine Farbe nicht
korrekt darstellen. Ein Subpixelfehler ist damit ein Pixel, der nur zwei oder eine Farbe korrekt ansteuern kann. Die fehlerhaften
Farben werden also entweder gar nicht gefiltert oder grundsätzlich gefiltert.
| Fehlerklasse | Typ 1 ständig leuchtender Pixel | Typ 2 ständig schwarzer Pixel | Typ 3 fehlerhafter Subpixel |
| I | 0 | 0 | 0 |
| II | max. 2 | max. 2 | max. 5 |
| III | max. 5 | max. 15 | max. 15 |
| IV | max. 50 | max. 150 | max. 500 |
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Hierbei ist zu beachten, dass die Fehler sich addieren dürfen. Ein Display der Klasse 2 darf also insgesamt bis zu 9 fehlerhafte Pixel haben,
ein Display der Klasse IV darf also bis zu 700 Pixelfehler aufweisen und ist quasi als unbrauchbar zu bezeichnen.
Die meisten Displays werden mit Pixelfehlerklasse II verkauft, das steht in den Werbe-Broschüren in der Regel nicht drin, aber man erklärt
sich mit dem Kauf eines Displays, das nicht der Pixelfehlerklasse 1 entspricht, damit einverstanden, das Gerät zu akzeptieren, auch wenn es
nicht hundertprozentig einwandtfrei ist.
Da es wenig Hersteller gibt, die die Pixelfehlerklasse I garantieren, aber dennoch die meisten Displays offenbar fehlerfrei sind, finden
sich Händler, die diese Garantie gegen Aufpreis übernehmen. Das ist zu überlegen, ein einzelner Pixelfehler wird von den meisten Menschen
nicht als störend empfunden. Mit meinem Laptop hatte ich das Glück keinen Pixelfehler zu haben, mein TFT-Display kaufte ich mit einer
Händlergarantie. Auf Pixelfehler testenIm Idealfall besuchen Sie Ihren Händler und lassen sich genau das Gerät vorführen, dass Sie nach der Prüfung auch kaufen werden. Öffnen Sie ein Malprogramm, blenden Sie alle Fenster aus und malen Sie den kompletten Bildschirm schwarz aus. Nun können Sie den Bildschirm nach ständig leuchtenden Pixeln absuchen. Subpixelfehler sind dabei nicht sehr hell, da in der Regel nur eine einzige Farbe leuchtet und eventuell auch nicht mit voller Intensität. Schauen sie also grade bei hohen Auflösungen genau hin, ob irgendwo ein rot, grün oder blau durchscheint und lassen Sie sich Zeit. Nun malen Sie den Bildschirm komplett weiß aus. Alle Pixel sollten nun in maximaler Helligkeit aufleuchten. Sie können nun das Display nach ständig schwarzen Pixeln absuchen. Subpixelfehler zu finden wird hier deutlich schwieriger, denn da ein schwarzer Subpixel von den umliegenden leuchtenden Pixeln überstrahlt wird. Ein einzelner ständig schwarzer Subpixel fällt im Alltag allerdings auch so gut wie nie auf. Sollte Ihr Händler des Vertrauens keine Zeichnungen wünschen, aber Sie testweise im Internet surfen lassen, so starten sie einen Webbrowser und surfen Sie komplett weiße, bzw. komplett schwarze Webseiten ohne irgendwelchen Inhalt an. Unter Opera und dem Internet Explodierer können Sie mit F11 die Anzeige auf Vollbild umschalten. Bis auf die ässeren Ränder können Sie nun das Display untersuchen. Mit F11 kehren Sie aus der Vollbilddarstellung zurück, und suchen die nächste Test-Seite auf. Testseiten: Schwarz, Weiß |